Is there a ghost in my house?

Okay, ich bin jetzt schon den zweiten Tag krank. Und ganz ehrlich: ich fühle mich wie ein Geist. Medikamente sind was tolles. Pakemed-stoned bin ich noch viel produktiver als ohne. Heute habe ich auch noch Antibiotika bekommen. Mal schauen was ihr so in den nächsten Tagen auf diesem Blog lest, es könnte freaky werden! Meine Gedanken zu dieser Fotoserie waren: Ist da ein Fehler in der Matrix? Nein ich bin nicht völlig übergeschnappt, aber fühlt ihr euch nicht auch manchmal so non-existent? Man geistert so durch den Tag, fühlt sich unsichtbar. Trifft sich mit Freunden, bekommt nicht mit wovon sie sprechen. Da meine ich jetzt nicht die weit bekannten Kater-Symptome, sondern das sich einfach Ausklinken. Mir passiert das irgendwie des Öfteren…





Dem kleinen Prinzen zu Ehre

Heute bin ich krank. Fieber, Husten und so. Jahrelang war ich schon nicht mehr krank, man könnte mich genauso Madeleine “das Immunsystem” Alizadeh nennen. Ich möchte bitte GANZ viel Mitleid von allen! Aufbauende E-Mails und Kommentare erwünscht. Jedenfalls habe ich neben grauslich herumliegen und schlafen mal wieder in meiner Buchkollektion gewühlt… da kam mir die Idee dem kleinen Prinzen eine Fotostrecke zu widmen. Voilà!

Die exzentrischen Mitläufer

“Mäßigung ist eine verhängnisvolle Sache. Es geht nichts über den Exzess.” Ist euch schon mal aufgefallen, dass sich “Exzentriker” wie  “Exzess” anhört? Beide Wörter beschreiben etwas außerhalb der Norm. Der Exzess, als ein Überschreiten dessen was “normal” oder “normkonform” ist und der Exzentriker als ein kreativer Sonderling. Wir alle haben den Exzentriker, die Exzentrikerin in uns. Manche mehr, Beispiel Lady Gaga, manche weniger, Beispiel Fendrich, der ab und zu mit ein paar Pipifax-Drogenskandalen für Publicity sorgt. Doch long story short, immerhin geht es hier hauptsächlich um Photographie, weniger um meine philosophischen Ergüsse: wir sind alle kollektive Exzentriker, die anderen Exzentrikern nacheifern. Grundsätzlich widersprüchlich, weil ein Exzentriker kann doch kein Mitläufer sein, oder? Doch um nicht weniger geht es ja auch bei Mode. Individualismus, der auf kollektiver Affirmation basiert.

Ich tue jetzt so gscheit, aber dazu gehören tu ich ja auch. Ich habe einen Blog, der vor exzentrischem Exhibitionismus trotzt. Und genauso haben das tausend andere Menschen. Und das ist in Ordnung so! Viele Menschen haben ständig Angst zu “anders”, alternativ und nonkonformistisch zu sein. Im Gegenzug fürchten sich viele vor der Tendenz zu durchschnittlich und profan zu sein. Dabei sind wir ja alle gleich. Wir alle haben den Exzentriker und den Langweiler in uns. Und beides ist absolut d’accord! Ich muss nicht jeden Tag dem Ideal einer Kreativen entsprechen, um jeden Preis anders sein. Auch ich darf ein Praktikum in einer Botschaft machen, eine brave Beamtin sein. Auch ich gehe manchmal in die Kirche, oder finde einen total nichts sagenden Song gut. Genauso darf ich ein bisschen abgedreht sein und absurde Dinge tun. Dieses Oszillieren macht das Leben so prickelnd. Das Alternieren und vollste ausschöpfen jeder Gemütslage.