Exhibitions


Nachdem die Viennale diese Woche zu Ende ging, musste ich mich mit Ausstellungen begnügen. Drei Stück waren diese Woche an der Reihe… Bevor ich meinen Senf zu den Ausstellungen abgebe möchte, muss ich an dieser Stelle meinen Viennale Favoriten vorstellen. Von den 5 Filmen, die ich mir zu Gemüte geführt habe, war der folgende mein eindeutiger Favorit:


Woman On Fire Looks For Water: Der Film hat mich nicht nur inhatlich/dramaturgisch, sondern auch gestalterisch sehr fasziniert. Neben der Tatsache, dass es nicht viele malaysische Filmproduktionen gibt, ist der Film in jeglicher Hinsicht einzigartig. Woo Min Jing weiß es Stille und Dialog im richtigen Moment und stilistisch richtig einzusetzen. Worum es in der Geschichte geht, möchte ich nicht verraten.


Zurück zum eigentlichen Thema: den Ausstellungen. Am Dienstag war ich in der Frida Kahlo Ausstellung im Kunstforum. Bei Frida Kahlo bin ich mir nicht sicher ob mich nicht die Frau als Mensch mehr fasziniert als ihre Kunst. Eigentlich beeindrucken mich ihre Werke weniger als die Geschichten dahinter. Tragisch genug, dass sie dem klassichen Künstlerschicksal (sterben und dann berühmt werden) unterlegen ist, doch ihre Lebensgeschichte ist weitaus tragischer. Betrogen und erkrankt – sie hatte einen folgenschweren Autounfall, musste ihr restliches Leben mehr oder weniger im Stahlkorsett verbringen und wurde dann von ihrem eigenen Mann mit ihrer Schwester betrogen. Frida Kahlo lebte wahrhaftig in der Hölle auf Erden. 

Am Donnerstag erwischte ich den letzten Tag der World Press Photo Ausstellung. Das Westlicht war natürlich rammelvoll, nach Schweiß hat’s auch bissi gestunken! Ich persönlich finde die Ausstellung overrated. Da rennen tausende Menschen hin und zahlen viel Geld, dass man auch in kleinere, unbekanntere Galerien stecken könnte. Natürlich geht es um tragische Geschichten und Bilder, doch genau aus diesem Grund verkaufen sie sich. Populismus verkauft sich eben am Besten.

Und nun bin ich von einer kleinen Exhibition in der Alten Markthalle bei der Landstraße gekommen. Das Ganze nennt sich “blind spot – der blinde fleck” und ist eine fotografische Sammelausstellung. Nachdem ich selbst an der Graphischen war, musste ich mir die Werke der Kollegklasse anschauen. Meiner Meinung nach viel Müll dabei, auch viele Gelungene Dinge. Am Besten selbst hingehen und anschauen! PS: Die Location ist superduper, die Akustik echt scheiße. Im Rahmen des Monats der Fotografie gibt es in Wien den ganzen November lang zahlreiche Ausstellungen, sehr viele davon kostenlos! Also anschaun’!

Anbei ein paar Eindrücke von der Vernissage am 05.11.:


Books, books, books!

Kürzlich gelesen und geliebt:
Haruki Murakami – “Norwegian Wood”

Nick Cave – “Der Tod des Bunny Munro”
Fazit: Furchtbar deprimierend & wunderbar melancholisch.

Der Naschmarkt

Heute habe ich mich gefragt: Wieso heißt der Naschmarkt eigentlich so? Hier ein bisschen Allgemeinbildung: Vor 1905 hieß der Markt “Kärntnertormarkt”, die Bevölkerung nannte den Markt jedoch immer “Aschenmarkt”. Am Markt wurde Milch verkauft und nachdem “Asch” eine gängige Bezeichnung für den Milcheimer war, trug dies zur Namensgebung bei. Wie der Naschmarkt dann zu seinem heutigen Namen gekommen ist, weiß niemand so genau. Vermutet wird, dass es eine simple Anlehnung an die erhältlichen Leckereien ist. Mehr Information auf der Website des Wiener Naschmarktes. 

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Wir demonstrieren!

Am 29. Oktober vereinten sich 20.000 Studierende in Wien um gegen die Kürzung der Familienbeihilfe zu demonstrieren. Einkommensschwachen Familien wird somit der Zugang zu Bildung erschwert, wenn nicht sogar verweigert.

  


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